Hacker

Hacker

Hack (englisch für technischer Kniff) hat mehrere Bedeutungen und kann für eine Funktionserweiterung oder Problemlösung stehen oder dafür, dass das Ziel auf eine ungewöhnliche Weise erreicht wird. Speziell im Bereich der Computersicherheit gilt ein System als gehackt, wenn ein Sicherungsmechanismus gebrochen oder umgangen wurde, wobei der Hack die Maßnahme ist, mit der das Ziel erreicht wird. Im Quellcode eines Computerprogramms signalisiert das Wort andererseits, dass die Programmierer sich bewusst waren, dass die gefundene Lösung für ein Problem nicht ausgereift bzw. vom Standpunkt der Softwaretechnik her unbefriedigend ist.

Der Gebrauch des Wortes lässt sich wie folgt unterteilen:

  • Tüfteln im Kontext einer verspielten selbstbezüglichen Hingabe im Umgang mit Technik wird Hacken genannt; eine Art einfallsreiche Experimentierfreudigkeit („playful cleverness“) mit einem besonderen Sinn für Kreativität und Originalität („hack value“). Das Ergebnis ist ein Hack.

    Der Begriff steht oft im Kontext einer Zweckentfremdung. Beispiele sind der Bau einer Klingel oder eines Magnetrührers aus einer Festplatte sowie der PlayStation-Hack. Werden dabei vom Hersteller eingebaute Nutzungsbeschränkungen entfernt, wird der Hack auch als Jailbreak bezeichnet und tritt bei Smartphones und Tablet-Computern oft in Form eines Custom-ROMs in Erscheinung. Demgegenüber kann er sich auch auf Techniken des Lebens beziehen wie Strategien und Tätigkeiten (siehe Lifehack). So kann beispielsweise social Engineering ein maßgeblicher Bestandteil des Hacks sein. Ein Beispiel für ein Hack, der sich auf eine Tätigkeit bezieht und dabei ohne Funktionserweiterung und ohne Zweckentfremdung auskommt, ist eine Wickeltechnik für Kopfhörer, die dabei hilft, einen Kabelsalat zu vermeiden. Darüber hinaus umschließt der Begriff auch Streiche, die sich auf den Umgang mit Technik beziehen.

  • In einer anderen Bedeutung kann ein Hack eine Art Workaround sein. Als eine rasch erstellte, „unschöne“ und ungeschliffene Anpassung (quick-and-dirty hack) steht das Wort dann eher für eine temporäre Problemlösung (kludge).

    Beispiele sind sogenannte Browserweichen, die auch als „CSS-Hacks“ bezeichnet werden. Im Quellcode des Linux-Kernels 2.4 findet sich der Begriff 269 Mal.

Das Wesen eines Hacks ist es, dass er rasch durchgeführt wird, effektiv ist und sowohl ineffizient als auch unelegant sein kann. Er erreicht das gewünschte Ziel, ohne die Systemarchitektur, in die er eingebettet ist, komplett umformen zu müssen, auch wenn er im Widerspruch zu ihr steht.

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