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Sigrid Undset (* 20. Mai 1882 in Kalund­borg, Däne­mark; † 10. Juni 1949 in Lilleham­mer, Norwe­gen) war eine norwe­gische Roman­autorin, Novellis­tin, Laien­dominika­nerin und Essay­istin. Ihre Werke befas­sen sich mit dem Kon­flikt zwi­schen norwe­gischer Tradi­tion, der europä­ischen Krise ihrer Zeit, dem römi­schen Katho­lizis­mus und der weib­lichen Emanzi­pations­bewe­gung. „Vor­nehm­lich für ihre kraft­vollen Schilde­rungen des nordi­schen Lebens im Mittel­alter“, so die Begrün­dung des Nobel­preis­komi­tees, erhielt sie 1928 den Nobel­preis für Litera­tur.

Mit zwei Mittel­alter-Romanen er­reichte Undset den Höhe­punkt ihrer schrift­stel­lerischen Leis­tung: Der drei­bändige Roman Kristin Lavrans­tochter gilt als eines der Haupt­werke der norwegi­schen Roman­litera­tur. Auch der vier­teilige Roman Olav Auduns­sohn über das länd­liche, mittel­alterliche Leben und seine reli­giöse Lebens­ordnung war bei Kritik und Lesern erfolg­reich. Undsets Werk zeichnet sich durch geo­graphische und kultu­relle Sach­kenntnis aus, die sie sich, ohne die Mög­lich­keit ein Studium zu absol­vieren, an­ge­eignet hatte.  – Zum Artikel …